
Rechtsstreit - welche Versicherungen sind hilfreich
Einen Rechtsstreit streben nur die wenigsten Menschen mit voller Vorfreude an. Oftmals ist man aber unerwartet mit einem konfrontiert, weil unberechtigte Ansprüche abgewehrt oder eigene Forderungen durchgesetzt werden müssen. Dann kann eine ausreichende Versicherung sehr hilfreich sein.
Rechtsschutz: Schadenersatzansprüche abwehren
Im Gegensatz zu anderen Versicherungsbereichen ist das Thema Rechtsschutz schwer zu durchschauen. Das liegt daran, dass es viele verschiedene Versicherungsvarianten gibt. Grundsätzlich sind spezielle Rechtsschutzversicherungen und Versicherungen zu unterscheiden, bei denen ein gewisses Maß an Rechtsschutz bereits inklusive ist. Zweites ist bei einer Haftpflichtversicherung der Fall. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, welche der Versicherungsnehmer bei anderen Personen oder deren Eigentum verursacht. Ist die Verantwortung unstrittig, zahlt die Haftpflichtversicherung die anfallenden Forderungen. Es kann aber auch sein, dass von der gegnerischen Partei fälschlicherweise Forderungen erhoben werden oder dass der Schadensfall umstritten ist. Dann gewährt die Haftpflichtversicherung Rechtsschutz und ficht den Rechtsstreit vor einem Gericht aus. Gleiches gilt für die KFZ-Haftpflichtversicherung.
Rechtsschutzversicherungen für verschiedene Bereiche
In den eben beschriebenen Sachverhalten hat die Versicherung ein Eigeninteresse an einer juristischen Klärung, da sie möglichst Zahlungen meiden will. Darüber hinaus gibt es aber viele andere denkbare Fälle, bei denen ein Rechtsschutz allein für den Versicherungsnehmer sinnvoll sein kann. Diese Bereiche werden von speziellen Rechtsschutzversicherungen abgedeckt, die es unter anderem für das Arbeitsrecht oder das Mietrecht gibt. Gerade in diesen beiden Feldern kann es zu Streitigkeiten kommen, bei dem es für einen Versicherten um viel geht: Das trifft zum Beispiel dann zu, wenn unrechtmäßig der Arbeits- oder der Mietvertrag gekündigt wird. Mit einer entsprechenden Rechtsschutzversicherung kann ein Versicherungsnehmer mithilfe eines Anwalts sein Recht durchsetzen. Die Versicherung übernimmt dabei die Anwaltskosten, die Gerichtsgebühren sowie eventuell anfallende weitere Kosten wie für Zeugen oder Sachverständige. Bei einem siegreichen Prozess werden genau diese Beträge in der Regel von der unterlegenen Partei übernommen. Eine Rechtsschutzversicherung ist aber dennoch aus zwei Gründen ratsam: Erstens müssen diese Summen nicht ausgelegt werden. Zweitens gibt es Fälle, bei denen die Chancen auf einen Erfolg im Vorhinein nicht abschätzbar sind. Verliert man den Prozess, muss der Versicherungsnehmer die zum Teil horrenden Kosten für seinen Anwalt, den gegnerischen Anwalt und für das Gericht mit einer Rechtsschutzversicherung ebenfalls nicht selbst zahlen